Druckverfahren

Charakteristisch für das 3DP-Verfahren ist, dass der sich schrittweise absenkende Bauraum Schicht für Schicht komplett mit einem feinkörnigen Pulver (Kombination aus Gips und Kunstharzen) gefüllt wird und sich das Modell dadurch nach oben hin aufbaut. Der Druckvorgang selbst ist ähnlich einem 2D-Tintenstrahldrucker, der ein Blatt Papier bedruckt. Aus diesem Verfahren hat sich also die umgangssprachliche Bezeichnung 3D-Druck entwickelt.

Auf das Pulverbett wird punktgenau in der jeweiligen Schicht (an der Stelle des Modells) über Druckköpfe eine flüssige Mischung aus Binder und ggf. zusätzlich Druckerfarbe aufgesprüht. Das flüssige Bindemittel verhält sich wie eine Art Klebstoff oder Härter, der die Pulverkörner miteinander verklebt. Mehrfarbige Modelle sind möglich, indem schwarze oder farbige Tinte automatisiert in der jeweiligen Druckschicht aufgetragen wird.

Nach Abschluss des Drucks wird das Modell aus dem Pulverbett »ausgegraben« und z.B. mit einem Zwei-Komponenten-Harz (Epoxidharz) infiltriert, um die Festigkeit zu erhöhen. Es schließt sich eine Ruhephase von wenigen Stunden an, bis das Modell vollständig getrocknet und ausgehärtet ist.

Dieses Verfahren findet häufig Anwendung bei der Herstellung von Anschauungsmodellen, z.B. in der Architektur oder für Kunden- oder Messepräsentationen oder für die Herstellung von Positivformen zum Abgießen von Kleinserien in Silikonformen.

Unser Drucker dieses Verfahrens:

ZPrinter 450

Vorteile und Nachteile

+ mehrfarbige Modelle (Voraussetzung: Farbinformation/Textur) - geringe Stabilität
+ keine Stützstruktur notwendig - keine Funktionsprototypen, nur Designstudien
+ raue aber sehr gleichmäßige Oberflächenqualität - Nacharbeit zum Infiltrieren notwendig (sonst sehr spröde Bauteile)
+ vergleichsweise geringe Druckzeit  

Laborleitung

Michael Hoffmann
Michael Hoffmann
Beschäftigter FB Technik - FR Maschinenbau

Kontakt

+49 651 8103-281

Standort

Schneidershof | Gebäude A | Raum 110

Sprechzeiten

nach Vereinbarung