Entwicklung eines Trennschleifwerkzeugs

Weiterentwicklung eines innovativen Kombinationswerkzeuges und dessen Produktionsmöglichkeiten bis hin zur Marktreife sowie die Entwicklung und Ausführung einer Markteintrittsstrategie

Trenn- und Feinschleifwerkzeug

Im Labor für angewandte Produktionstechnik (LAP) der Hochschule Trier, geleitet von Prof. Dr. Armin Wittmann, wurde eine innovative Werkzeugkombination aus Trenn- und Feinschleifwerkzeug entwickelt. Dieses Werkzeug ermöglicht das effiziente Trennen eines Werkstückes nach dem Stand der Technik und die simultane Bearbeitung der entstehenden Trennflächen, um diese mit einer gewünschten Oberflächenbeschaffenheit zu versehen. So weisen die mit dem Werkzeug getrennten Werkstücke gratfreie und beispielsweise polierte Trennflächen auf, ohne dass sich die Bearbeitungszeit, die Bearbeitungsschritte oder die verwendeten Werkzeugmaschinen gegenüber einem Trennvorgang nach dem Stand der Technik verändern.

Es konnten bereits mehrere funktionsfähige Prototypen des Werkzeuges gefertigt und bezüglich des Anwendungsfalls in der metallografischen Probenpräparation ausgetestet werden. Nach dem Stand der Technik müssen metallografische Proben nach dem Trennvorgang auf einer Trennmaschine in mehreren aufwendigen und fehleranfälligen Bearbeitungsschritten auf gesonderten Schleif- und Poliermaschinen nachbearbeitet werden. Mit dem entwickelten Werkzeug hingegen konnte praktisch nachgewiesen werden, dass die entstehenden Trennflächen schon simultan während des Trennvorgangs bearbeitet werden und sich so über 90% der Bearbeitungszeit und der damit einhergehenden Kosten gegenüber dem Stand der Technik einsparen lassen. Auch die Anzahl der erforderlichen Bearbeitungsschritte und der Fehlermöglichkeiten bei einer metallografischen Probenpräparation nach dem Stand der Technik wird durch das Werkzeug um über 90% reduziert.

Keine bisher vorhandene technische Lösung ist dazu im Stande. Aus diesem Grund wurde bereits eine gebrauchsmuster- und patentrechtliche Absicherung des entwickelten Werkzeugkonzeptes in die Wege geleitet.

Das erste Ziel dieses Projektes ist ein marktreifes Produkt mit einer dazugehörigen Produktionsstrategie. Um dieses Ziel zu erreichen werden mögliche Konstruktionsvariablen und Testprozesse erforscht, Testanlagen entwickelt und gefertigt sowie die Einflüsse möglicher Konstruktionsvariablen, Anwendungsvariablen und Werkstücksvariablen in Form umfangreicher Parameterstudien ausgetestet. Des Weiteren werden Produktionsmöglichkeiten erforscht und Produktionsanlagen entwickelt, gefertigt und ausgetestet. Aus den daraus gewonnenen Ergebnissen werden geeignete Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse abgeleitet.

Das zweite Ziel ist es, eine vollständige Markteintrittsstrategie für das Werkzeug bereitzustellen. Dafür werden potentiell relevante Vermarktungsmöglichkeiten ermittelt und eine vollständige Marktanalyse durchgeführt. Es werden Messeauftritte vorbereitet und durchgeführt sowie erste potentielle Kunden und Projektpartner akquiriert. Zudem werden Erprobungsstudien im Markt geplant und ausgeführt. Die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Entwicklung eines vollständigen Business Plans ein. Dieser beinhaltet eine Produktkonzeption, eine Gründungsstrategie, eine Markt- und Wettbewerbsanalyse, eine Marketing- und Vertriebsstrategie, ein Konzept einer Unternehmensorganisation, eine Finanzplanung sowie eine Risikobewertung.

Konsortium Labor für angewandte Produktionstechnik (LAP) des Fachbereichs Technik an der Hochschule Trier
Laufzeit Dezember 2018 – Juni 2020
Gefördert durch Eigenmittel, Preisgeld Wettbewerb EU-Forschung an der Hochschule Trier

Projektleitung:

Prof. Dr. Armin Wittmann
Prof. Dr. Armin Wittmann
Professor FB Technik - FR Maschinenbau

Kontakt

+49 651 8103-381

Standort

Schneidershof | Gebäude A | Raum 207

Jonas Ferring, B. Eng.

+49 651 8103-738

Jo.Ferring(at)hochschule-trier.de

Schneidershof | Gebäude C | Raum 04

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