Pflegezeit

Seit dem 01.01.2015 gelten im Bereich der Pflege neue gesetzliche Regelungen.

Rechtsanspruch auf eine bis zu 6 Monate dauernde vollständige oder teilweise Freistellung

Nach wie vor haben Beschäftigte die Möglichkeit, im Rahmen einer Pflegezeit bis zu sechs Monate ganz oder teilweise aus dem Beruf auszusteigen, um eine/n pflegebedürftigen nahen Angehörige/n mit mindestens Pflegestufe I in häuslicher Umgebung zu pflegen. Neu ist die Möglichkeit, für diese Zeit ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu beantragen, um den Einkommensverlust in dieser Zeit abzufedern.

Es besteht kein Rechtsanspruch gegenüber Arbeitgebern mit 15 oder weniger Beschäftigten. Das zinslose Darlehen wird durch die Beschäftigten direkt beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragt und muss nach dem Ende der Pflegezeit wieder in Raten zurückgezahlt werden. Darin enthalten ist auch eine Härtefallregelung. Das BAFzA kann auf Antrag die Rückzahlung der Darlehen stunden, um eine besondere Härte für die Beschäftigten zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit eines teilweisen Darlehenserlasses oder eines Erlöschens der Darlehensschuld.

Für weitere Informationen zur Betreuung minderjähriger pflegebedürftiger naher Angehöriger, zur Freistellung zur Begleitung eines nahen Angehörigen in den letzten Lebensmonaten und zur teilweisen Freistellung auf bis zu 24 Monate lesen Sie die Seiten 70 bis 71 in unserer Familienbroschüre. Die Broschüre ist im Familienservice und in der rechten Spalte zum Download erhältlich.