Rhetorik + Soft-Skills

Was hat Biotechnologie/Gentechnologie mit Präsentationstechnik zu tun?
So wichtig fundierte Kenntnisse in dem breiten Fachgebiet der Lebensmitteltechnik auch sein mögen, sei es Lebensmittelverfahrenstechnik & -chemie, Mikrobiologie, Biotechnolo-gie/Gentechnologie oder aber spannende Statistik, die schönsten Analysen, Charts, Ergebnisse und Ideen können beim Versuch, diese an den Mann zu bringen schnell untergehen, sofern grundlegende Techniken beim Darstellen nicht sitzen.
Dies ist kein Plädoyer für verkrustete, scheinbar wie in Stein gemeißelte Regeln eines „korrekten“ Vortragstiles. Vielmehr soll das Interesse aller Studierenden der Studiengänge  Lebensmitteltechnik bzw. Lebensmittelwirtschaft geweckt werden, ein Angebot von Professor Möller im Rahmen der Veranstaltung „Biotechnologie/Gentechnologie“ wahrzunehmen, sich selbstkritisch mit dem eigenen Vortragsstil auseinanderzusetzen und gemeinsam mit allen Teilnehmern in amüsanter Runde die eigene Videoaufzeichnung zu studieren, zu analysieren und letzten Endes durch fachmännische Ratschläge zu ergänzen und zu verbessern.
Aber hat man die Hürde genommen, sich im (geliehenen?) Anzug oder Kleid vor seine Kommilitonen zu trauen, sich mit Fragen zu befassen wie „Wohin mit meinen Händen?“, „Wieviele „Ääähm‘s“ sind zu viel?“ (jedes!), oder aber „Zeigestock vs. Laserpointer“, so hat man die große Chance sich einen fliegenden Start im anstehenden Berufsleben zu gönnen.
Nach meinen eigenen ersten Berufserfahrungen in einem Konzern der Lebensmittelindustrie kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es genau diese Veranstaltung von Professor Möller war, welche mir von Beginn an ein selbstsicheres Auftreten während Präsentationen gab, sei es die eigene Präsentation im Vorstellungsgespräch, die Präsentation von Projektergebnissen oder aber weitere Übungspräsentationen im Verlauf anderer Soft-Skills-Schulungen.
Eben genau das ist es, was Präsentationstechniken sind: Skills, Fähigkeiten. Und diese zu verbessern oder gar zu meistern bedarf es vor allem eines: Übung. Die Basis, auf welcher man nach dem Seminar aufbauen kann, ist solide, mit allgemein akzeptierten und anerkannten Grundlagen, Grundlagen, die ich in all meine Präsentationen einfließen lasse.
Also traut euch, macht mit, habt Spaß, blamiert und kritisiert euch auf freundliche Art und Weise getreu dem Motto „The fool who persists in his folly will become wise.“ (WILLIAM BLAKE).
(M. Eng. Felix Horacek 2017)