Im Mittelpunkt standen einige der bedeutendsten Zeugnisse der Trierer Stadtgeschichte und des UNESCO-Welterbes: das Amphitheater, die Porta Nigra, die Kaiserthermen und das Rheinische Landesmuseum. Die historischen Orte wurden dabei nicht lediglich als eindrucksvolle Kulissen genutzt. Vielmehr wurden sie zu eigenständigen Akteuren der Inszenierung, die den studentischen Modeentwürfen eine besondere visuelle und historische Tiefe verleihen.
Die fotografische Leitung des Projekts übernahm die Kommunikationsdesign-Studentin Sarah Mohei El-Din, die gemeinsam mit dem interdisziplinären Team die visuelle Konzeption und Umsetzung der Fotostrecke entwickelte.
Beteiligt waren außerdem die Modedesign-Studierenden Jacob El Ghetmi für das Modelcasting, Josephine Schäfer für Hair & Make-up, Fatemeh Moogoei für das Styling und Valeria Rebeca Villegas Fuentes für die Koordination des Projekts. Aus dem Studiengang Intermedia-Design war Leonard Pumplün beteiligt, der die entstandenen Inszenierungen filmisch begleitete und daraus kurze Filme entwickelte.
So entstand ein Zusammenspiel verschiedener gestalterischer Disziplinen, in dem Mode, Fotografie, Film und historische Architektur miteinander verbunden wurden. Die Studierenden entwickelten unterschiedliche Bildwelten, in denen zeitgenössisches Modedesign auf die mehr als zweitausendjährige Geschichte Triers trifft. Die Kombination aus historischen Bauwerken, modernen Entwürfen und einer experimentellen fotografischen Bildsprache eröffnet dabei neue Perspektiven auf die bekannten Wahrzeichen der Stadt.
Die Porta Nigra, das Amphitheater und die Kaiserthermen wurden zu außergewöhnlichen Schauplätzen für die Modeinszenierungen. Zwischen antiken Mauern, monumentalen Säulen und historischen Spuren entstanden Bilder, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Auch im Rheinischen Landesmuseum wurde die Verbindung von Mode und kulturellem Erbe fotografisch und filmisch erforscht.
Für die Studierenden bot das Projekt zugleich die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einem professionellen kulturellen Kontext zu präsentieren und Erfahrungen in der interdisziplinären Produktion zu sammeln. Die Arbeit an realen Orten und mit einem institutionellen Kooperationspartner stellte dabei besondere Anforderungen an Konzeption, Organisation, Casting, Styling, Fotografie und filmische Umsetzung.
Besonders reizvoll ist der Perspektivwechsel: Was auf den ersten Blick vertraut erscheint, wird durch Mode, Licht, Bewegung und fotografische Inszenierung neu lesbar. Die historischen Monumente Triers werden nicht nur dokumentiert, sondern zu Bühnen für eine junge Generation von Gestalterinnen und Gestaltern.
Ein besonderer Dank gilt Thomas Martin, Stellvertretender Leiter des Zentrums der Antike, für das große Vertrauen, den Zugang zu allen beteiligten Monumenten und die inspirierende Zusammenarbeit. Durch seine Unterstützung konnten die historischen Orte auf eine außergewöhnliche und kreative Weise für das Projekt erschlossen werden.
Das Projekt verdeutlicht einmal mehr die enge Verbindung zwischen dem Campus Gestaltung der Hochschule Trier und den kulturellen Institutionen der Region. Es zeigt, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Formen der Vermittlung kulturellen Erbes entstehen können – und wie Mode dazu beitragen kann, Geschichte sichtbar, emotional und zeitgemäß zu erzählen.
Die entstandenen Fotografien und Filme machen Trier auf besondere Weise sichtbar: als Stadt mit einer einzigartigen Geschichte, deren kulturelles Erbe auch heute immer wieder neue Bilder und Geschichten hervorbringt.
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