Entwerfen > Simulieren > Realisieren

Semesterarbeit Masterstudium "IT´S ALL JUST A GAME" von Saudin Crnovrshanin
Masterthesis "EMOTIONEN IM METAVERSUM" von Paola Olaguivel

„New Craft Thinking – interweaving analog and digital/ 3DLab’s“

Die Fachrichtung Modedesign hat unter dem Titel „New Craft Thinking – interweaving analog and digital/ 3DLab‘s“ ein bisher einzigartiges Konzept entwickelt, dessen strategisches Ziel es ist, die Lehre an die Bedürfnisse der sich verändernden Arbeitswelt im Bereich des Modedesigns anzupassen und weiterzuentwickeln. In diesem Rahmen wurde die Lehre am Standort Trier neu aufgestellt, so dass den Studierenden manuelle und digitale Kenntnisse durch eine Verknüpfung der einzelnen Disziplinen vermittelt werden können. Dazu wurden zwei Professuren umgewidmet und neu besetzt, eine mit dem Fachgebiet „Grundlagen figürliches und freies Zeichnen, künstlerische Techniken und plastisches Gestalten“, die andere mit dem Fachgebiet „digitale Grundlagen Modedesign und 3D Modedesign-Prototyping“.

Mit Hilfe der Förderung von der Nikolaus-Koch-Stiftung in Höhe von 70.620 €, 10.000 € der Wilhelm-Lorch-Stiftung, sowie Software im Wert von 515.800 € der Firma Assyst wurde ein digitales Labor, analog zu den klassischen Ateliers aufgebaut, in dem die Studierenden ihre digitalen Fähigkeiten ausbauen können.

Auf einzigartige Weise wird die Fachrichtung Modedesign in Zukunft das Studium in drei wichtigen Bereichen miteinander verknüpfen. Die Studierenden entwickeln in dem Fachgebiet „Grundlagen figürliches und freies Zeichnen, künstlerische Techniken und plastisches Gestalten“ ihre Fähigkeiten in der 2- und 3dimensionalen Gestaltung. Dieser Ansatz wird im Rahmen 2dimensionaler Illustration und technischer Zeichnung, sowie im Fach „Draping“ (dreidimensionales Gestalten im Textil an der Puppe) modespezifisch weiterentwickelt. Im Studienverlauf werden die 2- und 3dimensionalen Fähigkeiten der Studierenden durch die Verknüpfung der manuellen mit den digitalen Werkstätten und Labore erweitert. Hierbei erlangen Sie fundierte Kenntnisse im Umgang mit digitalen Werkzeugen, Soft- und Hardware, sowie der der Gestaltung im 2- und 3dimensionalen Raum. Gleichzeitig werden Kompetenzen der Studierenden in Bezug auf die Wahl von bestgeeigneten Materialien und Verfahrenstechniken gefördert; eine Eigenschaft, die in Zukunft in komplexen Berufsfeldern zunehmend wichtiger wird.

Damit möchte die Fachrichtung Modedesign in ihren Studiengängen die traditionellen, analogen Fähigkeiten aus ihrer fast hundertjährigen Geschichte erhalten und in Verbindung mit digitaler Lehre in die Zukunft führen. Die Studierenden sollen auf diese Weise umfassend auf die Veränderung der Berufswelt vorbereitet werden, um Ihnen weiterhin eine berufliche Perspektive zu gewährleisten, die sie ohne diese angepasste Ausbildung immer weniger finden werden. Bereits bestehende Anfragen aus der Modeindustrie an die Fachrichtung Modedesign nach Absolvent*innen mit fundierter digitaler Ausbildung in 2D und 3D sowie fundierten Kenntnissen in traditionellen Techniken und Handwerk bestätigen dies.

In der Überarbeitung der Ausrichtung der Fachrichtung Modedesign wurde der Leitsatz „New Craft Thinking interweaving analog and digital“ entwickelt, der als neues Alleinstellungsmerkmal die Fachrichtung Modedesign im internationalen Vergleich der Hochschulen in den nächsten Jahren stärker positionieren soll.

Hierzu wurden digitale und analoge 3D-Lab’s, eine Werkstatt für plastisches Arbeiten mit verschiedensten Materialien (ClayLab) sowie ein digitales Labor eingerichtet, welche die Lehre entsprechend den zukünftigen Anforderungen der Modebranche weiterentwickelt und Forschungsprojekte am Standort ermöglicht. Ebenso wurde ein Onlineangebot geschaffen, dass Studierenden mit Videotutorials und weiteren digitalen Angeboten unterstützt.

Das Labor wird von den Studierenden sehr gut angenommen. Es sind dadurch auch schon erste Arbeiten entstanden, die Anschluss an Fragestellungen des Metaverse und der Gaming-Industrie suchen. Erste Studierende verstehen auch Ihre Modeausbildung nicht nur in der Berufsausübung auf die „klassische“ Modeindustrie beschränkt, sondern erkennen auch für sich Berufsperspektiven in der Animations- und Gamingbranche. Ebenso bewirkt derzeit die Ausbildung besonders im 3D-Bereich eine verstärkte Übernahme von Absolventinnen und Absolventen in den Beruf und den Übergang in namhafte Modeunternehmen.

Labor für zwei- & dreidimensionales Digitaldesign & digital unterstütztem Prototyping

Leitung Professor Dipl.-Des. Christian Bruns

3D Simulation von Bekleidung (3.Semester Bachelor)
3D Simulation von Bekleidung (3.Semester Bachelor)
3D Simulation von Bekleidung (Masterstudium)
Nahtsimulation in 3D (Masterstudium)
Digitale Schnittkonstruktion (Masterstudium)
Schnittplotter
Schnittplotter
3D-Scanner
Lasercutter
Lasercut-Experimente
Lasercut-Experimente
Technische Zeichnungen (2.Semester Bachelorstudium)
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