Maximilian Schröder BFA

Bachelor-Thesis: "ES IST NICHT ALLES GOLD WAS GLÄNZT"

Betreuung: Prof. Theo Smeets, Prof. Ute Eitzenhöfer

Slideshow

Zusammenfassung

Es ist „nicht alles Gold was glänzt“ bzw. „Der Schein trügt“, denn auch vermeintlich wertlose Dinge können durch „alchemistische Prozesse“ physischer und geistiger Natur aufgewertet werden. Wenn hingegen echtes Gold glänzt, dann neben seinem Materialwert mit einer großen symbolischen Aufladung, die von keinem anderen Material übertroffen wird.

Gerade die narrativen Qualitäten der Werkstoffe machen nämlich deren Aussage aus. Das Thema Upcycling spielt dabei eine wichtige Rolle, denn Materialien zu verwenden, die bereits eine Aufgabe hatten, bringen die erzählerischen Eigenschaften mit sich.

Gerade hinsichtlich dem Material Gold, kann es verführerisch sein, den materiellen Wert zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Dies kann den Gestalter in seinem Tun einschränken. Viel wichtiger ist es zu erkennen, auf welchem immateriellen Wertesystem der materielle Wert fußt. Gold zu verwenden, nur um einen höheren Preis für das Stück zu rechtfertigen, kann reizvoll sein. Ich als Gestalter sehe mich jedoch in der Pflicht, alle Werkstoffe gleichsam, ebenso auf ihren symbolischen, narrativen, also immateriellen Gehalt zu untersuchen und sie auf Grund dessen zu verarbeiten.

In meiner Praktischen Arbeit habe ich Aspekte aus dem Bereich Upcycling einbezogen und aus eher wertlosen Plastiktüten ein Material hergestellt, das durch den gestalterischen Prozess aufgewertet wird. Gold übernimmt durch seine Anwesenheit dabei die Rolle des „Stein der Weisen“  und überträgt die verbundenen Wertvorstellungen auf den Kunststoff, mit dem Ergebnis eines wertvollen Ganzen.