Tianqi Li BFA

Bachelor-Thesis: "DISTANZ UM DIE INNENWELT ZU SCHÜTZEN"

Betreuung: Prof. Theo Smeets und Prof. Ute Eitzenhöfer

Slideshow

Zusammenfassung

Ich habe mich schon immer für das Verhältnis ziwischen Mensch und die Außenwelt interessiert. Warum brauchen Menschen die Distanz zur Außenwelt? Ist Distanz flexibel oder fest? Wie sieht sie aus?

Mein Projekt ist eine Suche nach Antworten auf diese Fragen. Meiner Meinung nach, braucht man seinen eigenen Raum und eine gewisse Distanz von der Außenwelt, um der Innenwelt zuhören zu können und sie zu schützen. Die Innenwelt ist unsichbar und immateriell Gegensatz zu einem Organ vom Körper, ist sie eigentlich ein innerer Raum, der das spirituelle Leben in sich trägt. Das verlangen nach dem Ideal, dem Glaube, der Gesinnung und andern geistigen Werten kann man als das spirituelle Leben bezeichnen. Wegen des Drucks des Lebens und der Verführung des materiellen Bedürfnisses, konzentriert man sich mehr auf die Außenwelt, aber kaum auf die Innenwelt. Die Innenwelt wird völlig ausgeschlossen und findet keinen anderen Zufluchtsort mehr. Man braucht die Erhaltung einer Distanz zur Außenwelt, um in einer gemäßigten Einsamkeit zu bleiben, um über sich selbst nachzudenken, wachsen, und sein „wahres ich“ zu finden.

Angesichts der verschiedenen Menschen und der Umgebungen, ist die benötigte Distanz anders. Z.B. für die bekannte, vertrauenswürdige Person oder Sache wird die Distanz geringer. Deshalb ist Distanz flexibel, dynamisch. Gleichzeitig, ist Distanz abstrakt, unsichtbar und kann dadurch nur gefühlt werden. Was ich machen wollte, ist die abstrakte Distanz konkret darzustellen.

 

Die Distanz ist wie eine Aura für mich. Die Aura ist ein unsichtbares Energiefeld, das den Körper umgibt, um die Innenwelt der Menschen zu schützen. Ich habe leichte, saubere, ruhige und fließende Materialien oder Elemente benutzt, um die Aura zu repräsentieren. Die Materialien hier sind sehr geeignet um die Interaktion mit der Außenwelt dazustellen, weil sie weich, fest, flexibel und transparent sind. Diese Eigenschaften sind genau was ich zeigen möchte: die Aura anfassbar machen, so dass man aber immer noch die geschützte Person und die Umgebung sehen kann. Die Stücke sind keine ungelüftete, undurchsichtige Wände, die dazu dienen sich völlig zu isolieren. Wegen der Beschaffenheit des Materiales wird man neugirich und möchte es berühren, dadurch wird die Kommunikation und Interaktion zwischen dem Träger und dem Stück erzeugt. In diesen Punkt liegt die Bedeutung meines Themas: der Träger kommuniziert mit der Außenwelt, und umgekehrt, aber er kann auch zurgleich eine Distanz mit ihr halten. Obwohl die Distanz flexibel ist, ist die Aura wie eine Barriere zwischen die Innen- und Außenwelt.

 

In dem Prozess meiner Arbeit fand Ich etwas, das mich interessierte, das ich dann mit Schmuck kombinierte. Aura und Distanz brauchen einen größeren Bereich um gezeigt zu werden, deshalb sind Ringe und Ohrringe für mich nicht zufriedenstellend um dieses Ziel zu erreichen. Was ich brauche, sind die Sachen, die mehr Interaktion mit dem Körper haben können, die die Aura und Distanz deutlicher reflektieren können. Deswegen habe ich Ketten und sogar große Stücke gemacht. Z.B. die großen afrikanischen Schmuckstücke können auch auf dem Körper getragen werden, um die Gefühle und Emotion auszudrücken.

back-to-top nach oben