Liza Nonninger BFA

Bachelor-Thesis: "LEIB UND SCHMUCK"

Betreuung: Prof. Theo Smeets, Prof. Ute Eitzenhöfer

Slideshow

Zusammenfassung

Durch unseren Körper nehmen wir die Welt wahr - wir sehen, riechen, schmecken, hören und tasten, empfinden Behagen, oder Unbehagen.

Doch lässt sich die Komplexität dieser Empfindungen allein in körperliche Reize, die im Gehirn via Elektrizität verarbeitet werden, darstellen? Ist unser Geist ein computerähnlicher Verwalter, der die körperlichen Sinneseindrücke verarbeitet, bewertet und abspeichert? Und der Körper nur das Transportmittel, in dem die Seele wirkt? Wenn ja, wo verläuft die Trennlinie zwischen Körper und Geist? Gibt es sie überhaupt?

Was definiert unser Sein? Unser Geist? Unser vermessbarer Körper? Oder machen unsere Empfindungen und gemachten Erfahrungen unser Wesen aus?

Antworten auf diese Fragen bietet der Begriff der Leiblichkeit, welcher die Einheit des Ichs als sowohl körperlich, als auch geistig beschreibt. Laut dieser Schule existiert keine Trennlinie zwischen Geist und Körper, der Leib beinhaltet untrennbar beides und noch mehr. Er umfasst die gesamte Empfindung im Hier, die Erfahrungen des Dann und die Vorahnungen des Wird – Sein und bildet so das umfassende Wesen einer Person.

Ich werde mich mit der Leiblichkeit im Allgemeinen auseinandersetzten und mich des weiteren der Frage beschäftigen, wie sich der Leib zum Schmuck verhält und warum sich grade Schmuck zur Erweiterung des Leibes eignet und in welchen Bereichen er als solches genutzt wird.

Um diese Fragestellungen zu bearbeiten, werde ich mich zunächst mit dem Begriff des Leibes beschäftigen, mit seiner Definition und seiner Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Besonderen Augenmerk werde ich auf die Idee des Leibes als Körperding im Vergleich zu der Theorie der Leibesinseln werfen.

Auch die Wahrnehmung werde ich auf ihr Bedeutung für den Leib untersuchen, ihre Abgrenzung zu den Empfindungen und den Raum betrachten, den der Leib einnimmt und den der Leib schafft, um Rückschlüsse auf das Verhalten des Leibes zum räumlichen Objekt Schmuck schließen zu können.

Um zu untersuchen welche Auswirkungen Leib und Schmuck zueinander haben, muss auch der Schmuck als Ding und seine Wirkung nach Innen und Außen betrachtet werden.

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