Lina Goltsios BFA

Bachelor-Thesis: "SCHUTZ UND SCHMUCK"

Betreuung: Prof. Theo Smeets, Prof. Ute Eitzenhöfer

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Zusammenfassung

Der Mensch hatte schon immer das Bedürfnis, sich schützen zu müssen. Dies ist ein tiefgehender Urinstinkt des Menschen, so wie auch Nahrung beschaffen, das Streben nach Rang oder Sexualität. Dieses trägt er von Geburt an in sich. In meiner theoretischen Arbeit habe ich mich tiefgehender mit dem Menschlichen Schutz beschäftigt. Woher kommt dieses Verlangen sich schützen zu müssen? Wie wird Schutz mit Schmuck verbunden? Was kann Schmuck ausdrücken. In was für Formen ist dieser Heutzutage anzutreffen? Welche Arten von Schutz gibt es? Ist es in der heutigen Gesellschaft wichtig in der Lage zu sein sich schützen zu können? Dies waren die Fragen die ich durch meine Arbeit versucht habe zu beantworten.

Nach meinen Recherchen hat sich für mich eine Unterteilung in 3 Arten von Schutz ergeben. Wobei sich manchmal jedoch eine eindeutige Zuordnung als schwierig erweist. Die erste Gruppe umfasst den vermeintlichen Schutz durch die soziale Zugehörigkeit zu einem System, Familie, Gruppe, Stadt, Land…Die zweite Gruppe umfasst die Arten von Schutz, die mit einer persönlichen Entwicklung, psychischer Stärkung und empowerment zu tun haben. In der dritten Gruppe geht es um den aktiven körperlichen Schutz. Der Besitzt eines schmückenden Objektes, kann gleichzeitigt auch zur Selbstverteidigung und Stärkung der Person geeignet sein. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, mit denen sich der Mensch schützen kann, sind eindeutig ziemlich viele. Sie variieren von Person zu Person und passen sich deren Bedürfnissen und Geschmack an. Einige sind privater Natur, andere sind sozialen Wesens.

Durch die Unterteilung und die Recherche die ich gemacht habe, ist mir überhaupt erst bewusst geworden, wie groß das Ausmaß der Einflüsse von Schmuck auf das Leben der Menschen auch heutzutage ist. Es gibt nicht nur Beispiele aus der Geschichte, von Kulturen, die Schutz mit Schmuck verbinden, sondern auch aus der heutigen Gesellschaft, variabel auch durch unterschiedliche Kulturkreise. Manche sind mit früheren Traditionen verbunden, und mache in der heutigen Zeit neu erfunden. Es handelt sich bei Schmuck nicht nur um ein Luxusprodukt oder um ein stylisches Accessoire, sondern es geht dabei um die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse der Menschen. In meiner praktischen Arbeit ging es mir nun darum, Schmuck oder Objekte herzustellen, die ohne Zweifel Schutz und Verteidigung darstellen. Sowohl für den jeweiligen Träger, als auch für den Betrachter soll sofort eindeutig klar sein, worum es sich handelt. Der Schutzaspekt ist deutlich erkennbar. Unabhängig ob man diese Objekte oder Schmuckstücke letztendlich aktiv zum Schutz benutzt. Schon der Anblick alleine könnte ausreichend sein, einen eventuellen Angreifer abzuschrecken.

Mein Ziel war es Stücke herzustellen mit denen sich der Träger wohlfühlt, sie sollten einerseits angenehm in der Hand liegen, anderseits durch das Tragen abschreckend wirken. Man soll sich durch sie gestärkt fühlen. Der Ausdruck allein stärkt schon den Träger. Er fühlt sich sicherer und strahlt dies auch aus. Durch meine praktische Arbeit ist mir bewusst geworden, welche Symbolik in Formen stecken kann. Ich habe gelernt, diese so einzusetzen, dass ich meinem Empfinden nach am besten das Thema des Schutzes sich in meinem Schmuck wiederspiegelt.

Durch die verschiedenen Gruppen und Richtungen in die ich gearbeitet habe, wollte ich hervorheben, welche Vielfalt an Arten des Schutzes man antreffen kann. Durch den offensichtlichen schützenden und abwehrenden Charakter den meine Stücke haben, kann man sehen wie einfach sich ein Mensch alleine durch das Anlegen von Schmuck, ob zu besonderen Anlässen oder im Alltag, geschützt und gestärkt fühlen kann