Lena Todorovic-Schmitt BFA

Bachelor-Thesis: "ANSICHTSSACHE"

Betreuung: Prof. Ute Eitzenhöfer

Slideshow

Zusammenfassung

Ich sehe meine Abschlussarbeit als Leitbildgestaltung und eigene Zieldefinition auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Das zentrale Thema meiner Abschlussarbeit beinhaltet somit die Hauptfragen: was will ich? Was Kann ich? Was sind die Richtlinien?

Und konkret meine eigene Faszination an der Tatsache, dass biografische und persönliche Bezüge maßgeblich zur Deutung der ,,Form“ führen.

 

    ,, Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt“

       Arthur Schopenhauer

 

Wir entwickeln unseren Lebensstil und unsere Persönlichkeit unter sich ständig wandelnden Einflüssen, jeder Mensch bringt seine eigene Ästhetik hervor. Die Frage wie sich die Persönlichkeit und Lebensverhältnisse eines Menschen in den Dingen widerspiegelt mit denen er sich umgibt und um die Rolle die alltägliche Objekte für uns spielen, beschäftigt mich. Man fühlt sich zu gewissen Dingen einfach hingezogen, möchte es für sich beanspruchen, anfassen, sein Eigen nennen. Andere Dinge entgehen einfach unserer Aufmerksamkeit, finden keinen Zuspruch, kein Interesse.  Die Ansichten und die Bedeutung von ,,schön“ sind für jeden individuell und unterschiedlich, Geschmack entwickelt sich stetig weiter.Objekte enthalten vielfältige Bezüge, sie vereinen widersprüchliche Wünsche und Identitäten.

Die vorliegende Dokumentation beinhaltet meinen springenden Funken zum Beginn meiner Arbeit, meinem Prozessverlauf und die Herstellung meiner Schmuckserie. Was ist mein Schmuck? Was macht meinen Schmuck aus? Die Entwicklung meiner eigenen Formensprache. Mein motivierender Ausgangspunkt ist die Kommunikation durch die Vieldeutigkeit und die individuelle Wahrnehmung. Ich möchte mit meinem Schmuck eine Bedeutungsoffenheit schaffen und ermöglichen. Der Träger soll  frei genug und ungezwungen sein, eigene Interpretationen und Assoziationen in meinem Schmuck entdecken zu können.

Ich möchte mit meinem Schmuck anregen. Anregen zum Deuten, Erinnern, Assoziieren, eine Möglichkeit geben in den ,,Dingen“ etwas zu sehen, Die Möglichkeit eigener Identifikation, Erinnerungssymbolik oder einfach nur objekthafte Form. Beziehungen zum Schmuck schaffen, einladen zum Verknüpfen von Formen und Erlebnissen, die individuell Identitätsabhängig sind.

Mein Schmuck darf gerne persönliches Objekt, Erinnerung oder eigene Interpretation werden. Er soll seinem Träger ein persönlicher, aussergewöhnlicher Begleiter sein, ihn schmücken und ihm Freude bereiten!