Sari Räthel BA

Bachelor-Thesis: "Hautnah"

Betreuung: Prof. Theo Smeets, Prof. Lothar Brügel

Slideshow

Zusammenfassung

In meinem theoretisch wissenschaftlichen Teil meiner Bachelorarbeit habe ich mich vorerst mit dem Begriff Haut an sich auseinander gesetzt.

Haut ist unser größtes Sinnesorgan, bestehend aus vielen Schichten und legt sich wie ein schützender Mantel um unseren Körper. Gleichzeitig ist es die verletzliche Oberfläche des Körpers.

Woher stammt das Wort und wie wird es im Sprachgebrauch eingesetzt? In Sprichwörtern taucht „Haut“ vielfach auf, was den Stellenwert dieses Sinnesorganes für uns betont. Verben, die mit dem Tastsinn in Verbindung stehen können sowohl psychisch als auch physisch ausgelegt werden.

Diese Tatsache stellt heraus wie groß der Zusammenhang von innerem Empfinden und dem Aussehen ist. Denn die Haut hat einen großen kommunikativen Aspekt und projiziert Gefühle auf die Oberfläche. Damit ist sie wie ein Kontaktmedium zwischen dem Individuum und der Umwelt, gleichzeitig grenzt sie die Körper voneinander ab.

Diese Eigenschaften der Haut geben zeitgenössischen Künstlern eine Grundlage und Inspirationsquelle für ihre Arbeit. Ich habe die Arten der Arbeiten in Kategorien eingeteilt um einen Überblick zu schaffen: Berührung, Grenzerweiterung, Verhüllung, Grenzverletzung, Durchdringung und Haut als Material. Wie häufig Haut in künstlerischer Auseinandersetzung auftaucht, zeigt den Stellenwert dieses Organs für uns.

Des Weiteren bin ich darauf eingegangen wie sich Schmuck und Haut, als Teil der Persönlichkeit, gegenseitig beeinflussen. Schmuck kann sowohl den Kommunikativen Aspekt der Haut verstärken als auch ungesehen als Schutzobjekt dienen und diese Eigenschaft der Haut unterstreichen. Wie die Haut die Wirkung des Schmucks verändert habe ich mit Fotostudien untersucht und dafür unterschiedliche Schmuckarten auf zu ihnen in Kontrast stehenden Hauttypen gezeigt.

Wie wichtig dem Menschen das Tragen von Schmuck ist hebt die Tatsache hervor, dass die Haut gedehnt und durchbohrt um ihn tragbar zu machen oder mit bleibenden Schmuckbemalungen und -narben verziert wird.

Zum Abschluss erläutere ich die Stellung von Haut in meinem Schmuck. Die Aspekte der Haut – Schichten, Schutz, Fassade, Grenze, Oberfläche, Haptik, Flexibilität – dienen mir als Inspirationsquelle. Gleichzeitig spiele ich mit den gegensätzlichen Materialien Stein und Leder, lasse sie sich gegenseitig durch Farbe und Taktiliät beeinflussen und gleiche sie aneinander an.

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