Symposium "SchmuckDenken"

„SchmuckDenken“ ist der Versuch, darüber zu reflektieren, was Schmuck sei. Es geht um eine interdisziplinäre Annäherung jenseits der einschlägigen Kategorien Handwerk oder Kunst, angewandt oder frei: um die Erkundung, was Schmuck ausmacht – nicht, wie er aussieht. Das Bedürfnis zum Schmücken und Schmuck begleitet als anthropologische Konstante die Menschheit seit Anbeginn. Als bedeutendes Kulturgut wird Schmuck in allen Epochen immer wieder neu interpretiert. SchmuckDenken versammelt für die künstleri­sche Praxis relevante Analysen und Handlungsperspektiven. 

Bisher

SchmuckDenken XI (2017) - Das Material der Kunst

Imagination und virtuelle Welten

Edles Material – Gold, Silber, edle Steine – hat jenseits seines Gebrauchswertes vor allem auch wegen seiner Symbolkraft dauer­haften Bestand. Im Bereich des Schmucks wurde die klassische Materialpalette um viele inhaltlich aufladbare natürliche Materialien und Kunststoffe erweitert. Auch im Schmuck überdauert die Kunst, die alte Meisterin der Fiktion, des utopischen Entwurfs und insofern auch der Virtualität, die Zeit: Ars longa – vita brevis. 

Währenddessen hat sich nicht nur die Physik längst von den tradierten Vorstellungen einer „festen“ Materie in dynamische kosmologische Modelle verabschiedet. Das digitale Zeitalter revolutioniert die Lebensbedingungen und im Besonderen die Sozialbeziehungen der Menschen – wahrscheinlich in höherem Maße als die Erfindung des Buchdrucks am Beginn der Neuzeit.

Virtualität verlangt nicht nach einem Beleg der Echtheit, nicht nach einer realen Korrespondenz von Material, Form und Farbe. Angesichts dieser – durchaus auch omnipräsenten – Szenarien wächst eine Sehnsucht nach der Echtheit des analogen Lebens, nach einer Beständigkeit und Wertigkeit, die sich in der dinglichen und somit sinnlichen Präsenz von hochwertigen, identitätsstiftenden Gütern oder in der Kunst materialisiert.

SchmuckDenken X (2014) - Die Kunst und das gute Leben

Kunst zwischen Muße und sozialer Verantwortung

Der Prozess der Globalisierung aller Lebensbereiche, begleitet von der Zuspitzung wirtschaftlicher und ökologischer Krisen, sich in immer rascherer Folge vollziehende technologische Innovationen, ein kaum noch überschaubares Angebot an Information und Kommunikation  haben bei vielen Menschen - neben einem Gefühl der Überforderung - ein neues Bedürfnis nach Muße und Kontemplation wachsen lassen. Sie werden von vielen Menschen als eine Quelle einer wieder gewonnenen Lebenskunst erachtet. Der kontemplative Lebensentwurf öffnet die Sinne für ästhetische Erfahrung und Kreativität. Für manche ist er zum Tor zu einer neuen Spiritualität geworden.

SchmuckDenken 10 stellt das kontemplative Lebenskonzept auf den Prüfstand. Führt es zum Rückzug ins Private und einer Absage an soziale Verantwortung – oder kann es zur Kraftquelle für Kreativität und Weltzugewandtheit im Sinne einer Auseinandersetzung für eine friedliche, auf Achtsamkeit und Nachhaltigkeit angelegte Politik werden?

SchmuckDenken IX (2013) - Am Ende des Fortschritts?

Das Bedürfnis zum Schmücken und Schmuck begleitet als anthropologische Konstante die Menschheit seit Anbeginn. Als bedeutendes Kulturgut wird Schmuck zu allen Epochen immer wieder neu interpretiert. Das Zeitalter der Postmoderne zeigt sich als ein für viele apokalyptischer Komplex von Krisen: ökologische Krise, Finanzkrise, Gerechtigkeitskrise. Politik erscheint im Zeitalter der Globalisierung und der sozialen Spaltung, trotz aller Beschwörungen der Alternativlosigkeit eigenen Handelns, zunehmend als handlungsunfähig. Gleichzeitig entsteht – nicht nur in der Mode oder der Werbung – ein neues Regime der Ästhetisierung des Alltags, an deren Ende die Selbstinszenierung des Individuums im Netz an die Stelle realer Beziehungen tritt. SchmuckDenken 9 versammelt – unter der Berücksichtigung des Schmucks – exemplarisch Analysen und diskutiert Handlungsperspektiven unter dem Aspekt ethischer Prämissen.

SchmuckDenken VIII (2012) - Wissenschaft und Kunst

Die 8. Ausgabe von SchmuckDenken hinterfragt die Verantwortung der Kunst in einer Welt, die zunehmend durch den Menschen und die Ideologie des grenzenlosen Wachstums in Gefahr gerät. Der Themen schwerpunkt fokussiert damit erneut die gesellschaftliche Rolle der Schmuck- und Kunst schaffenden und deren Verantwortung. Neben der ethischen Frage stellung geht es nicht zuletzt auch darum, ob Kunst und ästhetische Erfahrung den Prozess der wissenschaftlichen Welterkenntnis und -deutung voranbringen können und welche Rolle die Traditionsmaterialien der Schmuckkunst, Gold und edle Steine, in diesem Kontext spielen bzw. spielen können. „SchmuckDenken“ wird im Rahmen des Idar-Obersteiner Formdiskurs 2013 fortgesetzt.

Zur 7. Folge des Kolloquiums erschien das Buch „SchmuckDenken. Eine Theorie des Schmucks“ bei der ARNOLDSCHEN Verlagsanstalt Stuttgart. Der Band enthält eine Auswahl von Beiträgen der Jahre 2005-2010 und stellt mit der Abbildung von etwa 100 Arbeiten von Studierenden und AbsolventInnen zugleich eine aktuelle Bestandsaufnahme der Fach- richtung Edelstein- und Schmuckdesign vor.

SchmuckDenken VII (2011) - Identität & Verantwortung der Angewandten Kunst

2005 hatten vor allem EthnologInnen, PhilosophInnen, Kultur- und NaturwissenschaftlerInnen im interdisziplinären Diskurs erste Denkansätze gesammelt. 2006 folgte die Auseinandersetzung mit Werken und Aktionen konzeptionell arbeitender SchmuckkünstlerInnen, um sich 2007 dem vielschichtigen Verhältnis zwischen Schönheit und Uniformität zuzuwenden. Nach der Debatte über die Bedeutung des Ornaments für den Schmuck 2008 setzte SchmuckDenken 2009 den Fokus auf den Schmuck als Objekt. 2010 schließlich reflektierte Aspekte der Globalisierung, zugespitzt auf europäische Kunstvorstellungen vor dem Hintergrund orientalisch-islamischer Tradition. Die 7. Ausgabe von „SchmuckDenken“ wird eine Bilanz der bisherigen Symposien ziehen und erste Konturen einer Theorie des Schmucks aufzeigen. Gleichzeitig werden mögliche Parameter zu Handlungsstrategien für eine autonome gestalterische Praxis angewandter Kunst im Spannungsfeld Handwerk, Design und freier Kunst entwickelt. So steht dieses Jahr die künstlerische Identität der Schmuckschaffenden und ihre gesellschaftliche Rolle und Verantwortung im Fokus. „SchmuckDenken“ wird im Rahmen des Idar-Obersteiner FormDiskurs 2012 fortgesetzt. Zur 7. Folge des Kolloquiums erscheint das Buch „SchmuckDenken. Eine Theorie des Schmucks“ bei ARNOLDSCHE Verlagsanstalt Stuttgart. Der Band enthält eine Auswahl von Beiträgen der Jahre 2005-2010 und stellt mit der Abbildung von etwa 100 Arbeiten von Studierenden und AbsolventInnen zugleich eine aktuelle Bestandsaufnahme der Fachrichtung Edelstein- und Schmuckdesign vor.

SchmuckDenken VI (2010) - Globalisierung

Die diesjährige 6. Auflage des Kolloquiums setzt sich insbesondere mit den inzwischen in umfassender Weise vollzogenen und auf allen Ebenen – ökonomisch, politisch und kulturell – wirksamen Globalisierungstendenzen auseinander. Der Fokus liegt auf den kulturellen und künstlerischen globalen Interdependenzen in Geschichte und Gegenwart und berücksichtigt auch ihre Auswirkungen auf den Schmuck. Dabei wird das Thema schwerpunktmäßig und exemplarisch am Beispiel der Kunst in der islamischen Welt abgehandelt.

SchmuckDenken V (2009) - Schmuck als Attribut

SchmuckDenken 2009 setzt den Fokus auf den Schmuck als Objekt. Schmuck kann vieles sein: Er gehört auf jeden Fall in die Kategorie der geliebten Objekte (Habermas), zu denen sein Besitzer einen ganz persönlichen Bezug entwickelt. Als personales Objekt, das der Person seines Trägers zugeordnet ist, unterstützt es ihn bei der Konstituierung seines Selbsts und der Profilierung seiner Persönlichkeit nach innen und außen. Manchmal wird Schmuck zum Fetisch und erwirbt dadurch sogar eine eigene Handlungsmächtigkeit. Auf jeden Fall kann Schmuck als Attribut bezeichnet werden. Schmuck im Sinne eines Attributs stellt die Frage nach der Identifikation. Marjan Unger reflektiert die Theorien von Allison Lurie, wenn sie schreibt: „Ich möchte nicht so sehr betonen, dass „Schmuck“ sich wie „Sprache“ verhält, sondern eher, dass er eine Sprache beinhaltet. Der Wortschatz wäre die Arten des Schmucks, ergänzt mit der Symbolik der Formen, Farben, Motive und jeglicher anderer Verweise. Die Grammatik wäre die Art und Weise sowie wann der Schmuck getragen wird, aber auch wer welche Stücke besitzt – wer nicht, kurz gesagt: wie man mit Schmuck umgeht.“

Das wissenschaftliche Colloquium SchmuckDenken 5 untersucht die vielschichtigen Beziehungen von Schmuck zu seinem Träger – und umgekehrt.

SchmuckDenken IV (2008) - Ornament und Gesellschaft

Im Jahr 2008 steht das vierte Colloquium „Schmuck-Denken“ im Zeichen des Ornaments. Ist Schmuck an sich ornamentierend? Gibt es zeitgenössische ornamentale Ausdrucksformen und in welchem gesellschaftlichen Kontext stehen diese? Internationale WissenschaftlerInnen wie

  • Marjan Unger, Kunsthistorikerin und Autorin,
  • Prof. Dr. Helmut Neunzert, em. Professor für Mathematik,
  • Prof. Dr. Burghart Schmidt, Professor für Sprache und Ästhetik
  • Dr. Christina Threuter, Kunstwissenschaftlerin und
  • Prof. Reinhard Bahr, Professor für Ornamentik

sowie KünstlerInnen und Schmuckschaffende wie

  • Johannes Stüttgen,
  • Peter Egli,
  • Lin Cheung und
  • Gijs Bakker

diskutieren diese heute immer noch kontroverse Fragestellung nach dem Einfluss des Ornaments auf Schmuck und Gesellschaft.

SchmuckDenken III (2007) - Schönheit und Uniformität

Das dritte Kolloquium „Schmuck-Denken“ 2007 bleibt weiter auf der „Suche nach einer Theorie des Schmucks“, wendet sich u.a. dabei dem vielschichtigen Verhältnis zwischen „Schönheit und Uniformität“ zu. Als Element des Strebens nach Anerkennung kann Schmuck Werkzeug des Konformismus sein. Mittel des Nonkonformismus kann Schmuck werden, wenn er etwa als provokativer Versuch der Abgrenzung von der Gesellschaft eingesetzt wird. Was allerdings auch wieder seine konformistische Kehrseite hat, insofern der Schmuck die Zugehörigkeit zur subkulturellen Gruppe manifestiert. „Schmuck-Denken“ wird im Rahmen des Idar-Obersteiner FormDiskurs 2008 fortgesetzt.

Schmuckdenken II (2006) - Schmücken und Weltdeutung

Nachfolgender Text wurde verfasst von Andreas Pecht - besuchen Sie seine Web-Site (www.pecht.info)

Wann und wie wird aus Schmuckgestaltung Kunstschaffen?
Idar-Obersteiner Symposium „Schmuck – Denken“ stieß im zweiten Jahr auf wachsendes Interesse in der europäischen Szene

 
Als im vergangenen Jahr erstmals 80 Wissenschaftler, Schmuckkünstler, Ausstellungsmacher, Lehrende und Studierende aus der Schmuckszene Deutschlands und mehrerer europäischer Länder zum wissenschaftlichen Colloquium „Schmuck – Denken: Unterwegs zu einer Theorie des Schmucks“ in Idar-Oberstein zusammen gekommen waren, hatte über zwei Umstände sehr bald Einigkeit geherrscht. Erstens: Es mag verwunderlich sein, ist aber dennoch wahr, dass es noch keine systematische Theorie des Schmucks gibt. Weshalb, zweitens, der Weg dorthin lang ist, und „Schmuck – Denken“ ein auf mehrere Jahre konzipiertes Unternehmen. Daran erinnerte Kurator Willi Lindemann als er das in diesem Jahr auf 120 Teilnehmer angewachsene Plenum in der Fachhochschule für Edelstein- und Schmuckdesign mit einem Prolog in die zweitägige, von ihm „Theorie-Workshop“ genannte Veranstaltung „Schmuck – Denken 2“ einführte.
 
Schon der erste Durchgang des Colloquiums 2005 hatte in verschiedenen Teilen der europäischen Schmuckszene ein interessiertes Aufmerken zur Folge. Denn der Idar-Obersteiner Diskursansatz stößt tatsächlich in eine kulturwissenschaftliche Lücke vor, die für Schmuckkünstler schmerzhaft ist: Theoretische Durchdringung gilt allen Künsten seit eh und je als selbstverständlich. Allen, außer der Schmuckkunst. Zwar sei das Sich-Schmücken – und damit der Schmuck als Instrument desselben - so alt wie der Mensch selbst, verfolge ihn nach Ansicht Lindemanns sogar als genetische Veranlagung, als angeborenes Bedürfnis. Dennoch gibt es bis heute allenfalls verstreute Denkansätze, aber noch immer keine wirkliche Theorie des Schmucks. Einer ihrer Gegenstände wäre die Frage: Wann wird aus Schmuck Kunst? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sich Schmuck vom Feld der handwerklich oder industriell gefertigten Kleidungsdekoration entfernt und Kunstobjekt wird? Dies war heuer eines der Hauptthemen beim Colloquium in der alten Schmuck- und Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Mehrere Redner machen darauf aufmerksam, dass erst im 20. Jahrhundert allmählich ein Nachdenken, ein Reflektieren, ein Diskurs über die künstlerischen Potenziale von Schmuck begann. Bis dahin galt Schmuckgestaltung als bloßes Kunsthandwerk. Dass Schmuck sich über seine Funktion als schmückendes oder Status unterstreichendes Accessoire erheben und zu Kunst werden kann, wurde von den kunsthistorischen Definitionsinstanzen einfach ausgeschlossen oder „in der Rezeption schlicht unterschlagen“, erläutert etwa die Kunsthistorikerin und Galeristin Ellen Maurer-Zilioli. Die Festlegung von Schmuck aufs bloß Dekorative oder Status bezeichnende Objekt kunsthandwerklicher Herkunft war und sei teils noch immer so stark ausgeprägt, dass es bislang nicht nur keine Theaorie des Schmucks gäbe, sondern noch nicht einmal eine systematische Schmuckgeschichte existiere. Die Kunstgeschichte enthalte einfach kein entsprechendes Kapitel.

„Sehr viele Künstler haben niemals Schmuck entworfen, und sehr viele Goldschmiede keinen Gedanken an Kunst verschwendet“, bringt Maurer-Zilioli die Malaise ganz praktisch auf den Punkt. Erst mit dem Jugendstil sei dem Schmuck eine Gesamtkunstwerke mitprägende Funktion zuerkannt worden. Überlappungen von Schmuck und bildender Kunst spielten sich dann vorwiegend in der Moderne ab, aber auch dort nur punktuell in den Werken Einzelner. Gemäß der Maxime „Kunst macht vor keinem Lebensbereich halt“ kreierten einige Künstler der „Brücke“ auch Schmuckstücke. In der Bauhaus-Linie befasste sich Anni Albers mit Schmuck aus ungewöhnlichen Materialien. Fluxus-Künstler Dieter Roth machte aus Holz, Kieselsteinen, Maschinenteilen Schmuck. Doch das blieben nach Maurer-Zilioli vor allem in Deutschland lange Einzelerscheinungen, wohingegen sich in italienischen Moderne ziemlich rasch und häufig Dialoge, Verbindungen zwischen Schmuckgestaltung und Kunstschaffen, insbesondere der Bildhauerei entwickelten. Zentrale Komponenten dabei seien bis heute Antikenrezeption und Pop-Einflüsse.
 
Was ist Schmuck? Was Schmuckkunst? Im vergangenen Jahr hatten vor allem Ethnologen, Philosophen, Kultur- und Naturwissenschaftler diese Fragen im interdisziplinären Diskurs erörtert. Beim diesjährigen „Schmuck – Denken“ erfolgte die Annäherung mehr über die Auseinandersetzung mit Werken und Aktionen konzeptionell arbeitender Schmuckkünstler. Beim Wiener Schmuckavantgardisten Manfred Nisslmüller – wohl international bekanntester Szenevertreter im auch sonst prominent besetzten Plenum – stützt das gesamte Qeuvre seine These: „Störung ist Schmuck, Schmuck ist Störung“; Störung der Erscheinung des Trägers, Störung der konventionellen Wahrnehmung. Da kann eine Brosche schon mal aus einem Stück Fleisch bestehen, neuer Schmuck aus der „Zerschnippelung“ von altem hervorgehen.

Wer soll so was tragen? „Ich mache meine Arbeit nicht für Träger, sondern für den Schmuck“, erklärt Nisslmüller, um im nächsten Moment mit der Feststellung zu irritieren: „Schmuck ist nicht Kunst“. Der Kunstgedanke stehe ihm beim Schaffen eher im Wege, denn  „ich will es leicht, unschuldig, rein“. Jeder Schmuckgestalter müsse sich seinen eigenen Schmuckkosmos schaffen, weshalb er eine Theorie des Schmucks für Utopie halte. Dennoch fordert auch Niesslmüller, dass zumindest eine Schmuckgeschichte geschrieben werde müsse, damit Publikum und Galeristen endlich mal Maßstäbe an die Hand bekämen. Der Österreicher präsentierte in Idar-Oberstein auch einige seiner Textarbeiten -  Auseinandersetzungen mit den Phänomenen von Schmuck und seiner Wirkung zwischen surrealer Textmontage und Philosophie.  

Nicht Schmuck selbst, sondern das Hinterfragen von Schmuck und seinen Funktionen fürs Individuum und für die Gesellschaft, ist Zentrum des Schaffens der in Amsterdam und Berlin arbeitenden Künstlerin Suska Mackert. Sie stellt in Idar-Oberstein etwa Fotos vor, die staatsmännische Ordensverleihungen zeigen, auf denen die Orden wegretuschiert wurden. Die außerordentliche Intimität dieser Begegnungen wird jetzt erst augenfällig, nachdem die sie vermittelnden Schmuckstücke verschwunden sind. „Grundlagenforschung“ nennt Nisslmüller, was Mackert macht. Deutlich wird das an einem Projekt, das die Künstlerin selbst als „eine Art Schlüsselarbeit“ in ihrer Entwicklung bezeichnet: „Madam Tussaud“ ist ein kleines Büchlein, das Abbildungen von Figuren des berühmten Wachsfigurenkabinetts versammelt – allerdings so fotografiert, dass keine Gesichter zu sehen sind, sondern der Fokus sich auf den Schmuck richtet, den die durchweg prominenten Figuren tragen.

Mackert macht hier mehrere, teils überraschende Erkenntnisse möglich. Erstens tragen alle Wachsfiguren Schmuck. Zweitens scheint dieser Schmuck sehr bewusst ausgewählt. Drittens wirken die Figuren durch den Schmuck „in ihrer gesellschaftlichen Position definiert“. Viertens lassen sich allein über den Schmuck die Personen identifizieren oder lässt sich zumindest ihr Status erkennen. „Angesichts der auf die Spitze getriebenen Illusion begann ich mich über die zweifelhafte Rolle des Schmucks, Personen in ihrer Identität festzulegen, zu wundern.“     

Unterziehen die genannten Arbeiten von  Mackert mehr die Verbindung zwischen Schmuck und Träger forschender Betrachtung, so präsentiert die britische Künstlerin und Schmuckdozentin Jivan Astfalck in Idar-Oberstein ein Projekt, das vor allem von der Beziehung zwischen Schmuckmacher und Schmuckobjekt handelt: „Lifelines“. Dabei geht es  um ein durch Astfalck  betreutes Gemeinschaftsunternehmen von Schmuckhochschülern aus Birmingham und Idar-Oberstein, das nicht tragbaren Schmuck zum Ergebnis hat. Die beteiligten Studierenden zogen gesammelte, gestaltete Artefakte aus ihrer und über ihre jeweilige Vita je auf eine Schnur. Schlussendlich wurden alle Schnüre zur Rauminstallation „Lifelines“ verbunden. Diese erzählt nun in der Vertikalen von individuellen Lebenläufen, -erfahrungen, -gefühlen, -identifikationen, während sie sich in der Horizontalen zu einem Netz kollektiver Mythen und Ästhetiken verknüpft.

Was von Ferne wie ein Regenvorhang aus Spielzeug anmutet, entpuppt sich aus der Nähe als von großer Ernsthaftigkeit geprägte Auseinandersetzung mit Leben und Welt. Diese Kunst sucht den öffentlichen Raum („Lifelines“ wird in der örtlichen Kreissparkasse aufgestellt), sie hat und ist nach Astfalk eine soziale Funktion. Noch allgemeiner: „Kunst ist eine Aktivität, um Beziehungen zur Welt zu definieren.“ Schmuckkunst wäre demnach auch „sichtbares Zeichen der Verbindung zwischen materieller Welt und dem Imaginären“, wäre ebenso ein ständiger Prozess inhaltlicher Aufladung von Schmuckobjekten, insofern Gestalter, Träger und Betrachter dem Objekt je eigene Assoziationen hinzufügen.

Soll Schmuck Kunst werden, kann sein Gegenstand nicht mehr Schönheit, sondern muss Weltdeutung sein. So Lindemann in einem Theorem, das Schmuckkunstwerke als autonome  Ausstellungsobjekte definiert, die zwar prinzipiell eine Person schmücken könnten, die aber nicht zu diesem Zweck erschaffen wurden. Niesslmüller konstatiert, dass „das Tragen von modernem Schmuck Mut erfordert“, denn dieser Schmuck entzieht sich immer wieder der konventionellen Kategorie des Schönen, die Lindemann definiert als „eine durch kollektive Abstimmungsprozesse erzielte Übereinkauft darüber, was schön sei“.  Er, Mackert und Astfalk gehen einen Schritt weiter: Für sie ist „Tragbarkeit“ kein entscheidendes Kriterium mehr.

Schmuck bloß noch als Ausstellungsobjekt in der Vitrine? Für Cornelia Holzach, Leiterin des Schmuckmuseums Pforzheim, ist das ein Widerspruch in sich. Ein Widerspruch, den auch Lindemann thematisiert. Weil erstes Interesse der Kunst Weltdeutung sei, könne zwar „das Schmücken, also Personen durch schmückende Objekte zu verzieren, nicht Anliegen der SchmuckKUNST sein“. Allerdings ereigne sich Kunst, sobald „ein Künstler in einem Schmuck-Objekt über Welt deutend reflektiert“. Eine wichtige Ebene dieser Reflektion könne die dem Menschen eigene Dualität von biologischem Körper („natural body“ und sozialkulturell definiertem Leib („body politics“) sein. Diese Sichtweise deutet sich etwa als Forschungsgegenstand in Suska Mackerts Projekt über Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett an. Sie verdichtet sich bei Niesslmüller zu realen Schmuckobjekten, die (von Mutigen) auch getragen werden können, und erfährt bei Lindemann die theoretische Zuspitzung: „Schmuck-Kunst, die sich der Pflege des Schönen, dem gesellschaftlichen System der Anerkennung und der Anpassung verweigert, indem sie es deutend aufsucht und darstellt, wird Störung. Kunst als Störung der Ruhe und des Weiter-so.“

Mehrfach wird im Verlauf des Colloquiums auf die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung des  Ausdifferenzierungsprozesses zwischen Schmuckhandwerk und Schmuckkunst hingewiesen. Dieser im 20. Jahrhundert begonnene Prozess hält an, macht sich derzeit beispielsweise in einer beträchtlichen Akademisierung der Schmuckausbildung in Europa bemerkbar. Schmuck und Kunst sind an den betreffenden Hochschulen inzwischen fest verbundene Gegenstände des Diskurses. So deutlich diese Entwicklung innerhalb der Schmuckszene ist, so schwierig ist ihre Übertragung aufs Publikum. Denn Schmuckkunst hat noch keineswegs seinen Platz als eigenständiges Genre in der Kunstwelt erobert. Weshalb in Idar-Oberstein wiederholt dafür plädiert wird, dass die Schmuckkunst gezielt und selbstbewusst die Institutionen der Kunst – Messen und Museen etwa – aufsucht und nutzt. Museumsleiterin Holzach unterstreicht eine nicht zu unterschätzende Bedeutung musealer Präsentation von Schmuck: Sie erhöht, ästhetisiert, entprofanisiert die Stücke, erleichtert es dem Betrachter, sie als Kunstobjekte zu sehen und zu begreifen.

Maurer-Zilioli weist jedoch auf einen quasi natürlichen Faktor hin, dessentwegen die Schmuckkunst im allgemeinen Kunstbetrieb einen schweren Stand hat: das generell kleine Format der Kunstwerke. Dieses Handicap wird auch an den vier Ausstellungen deutlich, die in Idar-Oberstein parallel zum Colloquium eröffnet wurden. 60 Exponate aus dem tschechischen Schmuckzentrum Turnov versammelt die Schau „Vom Jugendstil zum Art-Déco“ im Deutschen Edelsteinmuseum (bis 9.7.). Eine stolze Anzahl, aber räumlich doch eine vergleichsweise kleine Ausstellung. Ähnlich das Aussstellungsprojekt „Schmuck-denken/Zeit-denken“ (bis 25.6.), das mit teils wunderbar gearbeiteten, tiefsinnigen Stücken der französischen Künstlergruppe Corpus 6 zwei Zimmer der Villa Bengel belegt. Auch die Studenten-Installation „Lifelines“ in der örtlichen Kreissparkasse (bis 7.7.) und einige von Suska Mackerts Arbeiten in der Fachhochschule (bis 30.6.) muten keineswegs „opulent“ an.

Für das Genre Schmuckkunst sind die vier Ausstellungen zusammen eine durchaus bedeutende Sache.  Als „groß“ im quantitativen Event-Sinn wird aber auch das Quartett kaum wahrgenommen werden – obwohl winzigen Schmuckkunstwerken die gleiche Kreativität, Potenz zur Weltdeutung und Arbeitsmenge innewohnen können wie großformatigen Gemälden. Aber der Blick des Publikums und des Kunstbetriebes tut sich schwer mit dem geduldigen Zoom auf die künstlerischen Miniaturen. Auch dieses Phänomen gehört zu den vielen Fragen, die das „Schmuck – Denken“ in Idar-Oberstein „unterwegs zu einer Theorie des Schmucks“ zu sammeln und zu diskutieren begonnen hat. Fortsetzung im kommenden Jahr.

SchmuckDenken I (2005) - Schmuck und Denken

Nachfolgender Text wurde verfasst von Andreas Pecht - besuchen Sie seine Web-Site (www.pecht.info)

Aufbruch zu einer Theorie des Schmucks.
 
Drei Ausstellungen über Schmuckkunst der Gegenwart. Darunter eine Retrospektive mit Arbeiten aus 20 Jahrgängen des renommierten Internationalen Schmucksymposiums im tschechischen Turnov. Dazu ein europäisch besetztes zweitägiges Kolloquium namens "Schmuck-Denken", das erste Schritte auf dem Weg zu einer - bislang allenfalls in  Fragmenten existierenden -  Theorie des Schmucks unternahm. Das alles fand Ende Mai zeitgleich in Idar-Oberstein statt. Indem die rheinland-pfälzische Stadt die Szene einlud, sich im Rahmen des „Formdiskurses 2005“ auch mit selten oder noch nie gestellten Fragen zu befassen, knüpfte sie auf neue Weise an ihre einst große Bedeutung als einer der wichtigen Kulminationspunkte des Schmuck- und Edelsteingeschehens in Europa an.
 
Theorien über Theater, Literatur, Malerei, Musik und andere Künste füllen Bibliotheken. Forschen und Nachdenken über soziale, psychologische, moralische, historische, politische, philosophische Aspekte und Funktionen etwa der Bühnenkunst gelten seit der Antike als honorige Disziplin. Selbst die Bekleidungsmode erfuhr in den letzten 100 Jahren schon manch theoretische Reflexion, wie die niederländische Kunsthistorikerin Marjan Unger beim zweitägigen Kolloquium „Schmuck – Denken“ des  Idar-Obersteiner Formdiskurses 2005 verdeutlichte.

Obwohl Schmuck im engeren und das Schmücken im weiteren Sinn die wohl älteste menschliche Kulturtechnik darstellt,  führt die Suche nach geistigen Durchdringungen des Phänomens Schmuck vornehmlich ins Reich von Materialkunde und Verarbeitungstechniken, von Stil und Gestaltung. Der Blick gerade der Praktiker, der Kreateure und Hersteller von Schmuck, konzentriert sich auf das Objekt. Die Antwort auf die Frage nach dessen gesellschaftlicher und individueller Relevanz erschöpft sich landläufig im „Schmuck ist, was schmückt.“ So richtig diese Aussage, so leer ist sie auch und damit wenig aussagekräftig im Hinblick auf die „Bedeutung“ von Schmuck, stellte Kolloquiumsausrichter Willi Lindemann fest. Bis heute gibt es keine systematische Theorie des Schmucks, lautete seine Ausgangsthese für den „Formdiskurs 2005“, wie das Gesamtpaket der Veranstaltungen in Idar-Oberstein genannt wird. Das Unbefriedigende dieser Situation war es wohl, das rund 80 lernende, lehrende und praktizierende Schmuck-Designer und -Künstler zum Thema Notwendigkeit oder nicht einer Theorie des Schmucks in die Idar-Obersteiner Fachhochschule für Edelstein- und Schmuckdesign lockte.

Die Diskutanten aus Frankreich, England, Holland, Tschechien und vielen Teilen Deutschlands konnten sich anbei auch über örtliches und europäisches Schmuckschaffen der Gegenwart  orientieren. Das Deutsche Edelsteinmuseum zeigt unter dem Titel „Von wegen Stein – Tendenzen 2005“ Schmuck von bereits arrivierten, vorwiegend aus dem Umfeld von Altmeister Bernd Munsteiner kommenden Jungkünstlern aus Idar-Oberstein. In der Fachhochschule sind neue Studentenarbeiten zu sehen. Und in der Villa Bengel gibt es eine Retrospektive zum Schaffen der Teilnehmer an den Internationalen Schmucksymposien in Turnov.  Diese Veranstaltung nahe Prag gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Treffen der europäischen Schmuckkunst-Szene. Der 20. Jahrgang wurde jetzt nach Idar-Oberstein verlegt, wertete den dortigen „Formdiskurs“ beträchtlich auf.

Die Exponate der drei Präsentationen könnten unterschiedlicher kaum sein. Geometrische Klarheit, fein geglättete Oberflächen, kühle Raffinesse strahlen die Edelstein-Arbeiten aus dem Munsteiner-Kreis aus. Demgegenüber zeigen in der Turnov-Sammlung viele in Metall gearbeitete Stücke Mut auch zu rohen Oberflächen oder zu ausgreifender Ornamentik von barock bis orientalisch. In scharfem Kontrast zu beidem stehen die Werkstattexponate der FH-Studenten, die ein wolkiges Entdeckungsspiel mit allerlei Materialien bis hin zu Stoff, Papier und Watte betreiben.

Gemeinsam ist diesen Schmuckstücken, dass ihnen keine sichtbare Funktion anhaftet, außer der, schön aussehen und ihren Träger schmücken zu wollen. Das Kollquium sah solche  Reduzierung des Schmucks aufs Dekorative als spezifische Entwicklung der europäischen Neuzeit im Wesentlichen seit dem 19. Jahrhundert. Mehrere Referenten verzeichneten für davor liegende Epochen sowie heutige außereuropäische Kulturen auch ganz andere „Aufladungen“ vom Schmuck. Forschungen der Ethnologin Martina Dempf  etwa identifizieren in Schmuck und Kleidung der Völker am Horn von Afrika Ausdruck von Clan-Zugehörigkeit, Familienstand, Alter und anderen sozialen Kategorien. Die unterschiedliche Wirtschaftsweise von Hirten, Bauern oder Schmugglern findet im Schmuck ebenso ihren spezifischen Ausdruck wie die Kulturationseinflüsse durch christliche oder muslimische Missionierung sowie die westliche Warenexpansion.

Schmuck ist derart als Element gesellschaftlicher Konvention und Kommunikation zu verstehen. Auf die Bedeutungslastigkeit des Schmucks auch in der europäischen Kulturgeschichte machte der Künstler und Theoretiker Tim Otto Roth u.a. aufmerksam mit Hinweisen auf den sozialen Verweis- und Ordnungscharakter von geschmückten Uniformen und  Trachten, von Orden, Standesabzeichen, Siegel- oder Eheringen. Mit den technisch-industriellen Umwälzungen des späten 18. und des 19. Jahrhunderts wird die Funktion gehobener Schmucksegmente als Herrschaftsstatus ausweisende Symbole von zwei Seiten her in die Zange genommen: Zum Einen kann sich jetzt auch das neureiche Bürgertum teuerste Preziosen leisten; zum Anderen ermöglichen Fortschritte etwa in Materialkunde und Verarbeitung die Herstellung äußerlich bestechender Schmuck- Imitationen  als schiere Massenware.

Nach Industrialisierung, Emanzipierung der bürgerlichen Klasse sowie Individualisierung durch Aufklärung und Romantik sieht sich der Schmuck in Europa seiner gesellschaftlich verbindlichen Relevanz im Großen und Ganzen beraubt. Selbst die einst so machtvollen religiösen Ritualinsignien vom Altarschmuck bis zum Bischofsring verlieren nach Kant und Nietzsche ihre mystische Aufladung. Schmuck wird zum bloß noch Schmückenden, wird zum Dekor, zum hübschen Accessoire. Womit, so Lindemann in Idar-Oberstein, freie Bahn für Art Déco und massenhaften Modeschmuck jedweder Couleur geschaffen war.

Zugleich verstärkt sich Zug um Zug ein Mechanismus, den die französische Philosophin Elisabeth G. Sledziewski in ihrem Idar-Obersteiner Vortrag anhand von Goethes „Faust“ verdeutlichte. Als Jungfer Gretchen den ihr von Faust zugeschobenen Teufelsschmuck anlegt und sich im Spiegel betrachtet, wird sie schlagartig erstmals ihre fraulichen Dimensionen gewahr. Die Margareten-Arie in Gounods „Faust“-Oper bringt die katalytische Funktion „des Geschmeides“ für die Metamorphose des unschuldigen Mädchens zur begehrenswerten und sogleich begehrenden Frau auch musikalisch auf den Punkt.

 Seines Gewichts als gesellschaftliches Ordnungssymbol beraubt, erfährt Schmuck zusehends  psychologische Aufladungen, die an Individuen geknüpft sind. Schmuck-Geschenke als emotionales Versprechen, als materiale Zärtlichkeit oder auch nur wohlfeil verpackte Lüge. Schmuck als Liebesausdruck, aber auch als Liebesforderung. Gezielt gewählter Schmuck als Instrument der Selbstfindung, Selbstdefinition und der mehr oder minder absichtsvollen  Selbstdarstellung gegenüber anderen. Kann Schmuck da noch als bloßes Dekor oder muss er nicht schon als „personales Objekt“ betrachtet werden?

Vor diesem Hintergrund wird auch die wachsende Bedeutung des kunstvollen Unikat-Schmucks seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts verständlich. Wie jeder Schmuck dient auch das Unikat seinem Träger einerseits also Dekor. Andererseits fügt es ihm ein Element von Einmaligkeit hinzu,  gewissermaßen eine solitäre Unterstreichung seiner Individualität. Weshalb der Träger sein Schmuckstück umso sorgsamer auswählen muss. Was nun beispielsweise wieder eine ganze Reihe von Fragen über die Triaden-Beziehung Träger – Schmuckkünstler – Schmuck aufwirft.

In diese Richtung hatte sich am Ende das interdisziplinäre „Schmuck – Denken“ des „Formdiskurses 2005“ entwickelt. Erstes Material für eine noch zu schreibende Theorie des Schmucks war gesichtet, dabei auch die Notwendigkeit und der Reiz von Zuhilfenahmen  wissenschaftlicher Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Ethnologie, Anthropologie etc. erkannt. Von der Nahe nahmen die Kolloquiums-Teilnehmer Denkanregungen mit hinaus in die Schmuckkunstwelt – Rückkopplungen werden bei der Fortsetzung im nächsten Jahr zu verarbeiten sein.

SchmuckDenken/ThinkingJewellery

SchmuckDenken/ThinkingJewellery

unterwegs zu einer Theorie des Schmucks
352 Seiten, 16,5 x 24 cm, 110 Abbildungen in Farbe und 230 in Schwarz-weiß. Hardcover. Text in Englisch.
ISBN: 978-3-89790-326-5

„SchmuckDenken“ ist das komprimierte Ergebnis zum gleichnamigen Symposium, das seit 2005 vom Idar-Obersteiner Studiengang Edelstein- und Schmuckdesign der FH Trier und der Stadt Idar-Oberstein gemeinsam veranstaltet wird. Regelmäßig kommen hier mehr als 100 Schmuck-Designer, Studierende und Wissenschaftler aus ganz Europa zusammen. Sie führen einen umfassenden, grenzenlosen Diskurs über die theoretischen Grundlagen des Schmucks anhand wissenschaftlicher Beiträge aus den unterschiedlichsten Forschungsbereichen.

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