EU-Projekte in der Förderlinie "InnoProm"

Active Radar Interferometer (AcRaIn)

Der Fachbereich Technik erhielt in der Förderlinie "InnoProm" den Zuschlag zur Umsetzung des eingereichten Vorschlags aus dem Bereich der Radartechnologie. Damit wird mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Rheinland-Pfalz die Forschung über Radarsysteme gemeinsam mit der Industrie vertieft: Bei "InnoProm - Innovation und Promotion" handelt es sich um eine Förderlinie für Promotionsvorhaben, die innovative Entwicklungen mit direktem Anwendungsbezug voranbringen. Kooperationspartner sind rheinland-pfälzische Unternehmen, die die Verknüpfung zur Praxis gewährleisten.

Somit konnte am Institut für Radartechnik und Optische Systeme (LaROS) eine Promotionsstelle zur Entwicklung eines neuartigen Messverfahrens geschaffen werden. Das Projekt verfolgt das Ziel, einen sogenannten kooperativen Radarsensor zu entwickeln. Anders als bei klassischen Radarsystemen erlaubt ein kooperatives Radar die Kommunikation zwischen einer Basisstation und einem weiteren Objekt. Im angelaufenen Forschungsprojekt wird am aktiven Zielobjekt die elektromagnetische Welle des Radarsystems mittels eines speziellen Verfahrens modifiziert, wodurch mehrere Nachteile bisher angewendeter Verfahren eliminiert werden. Darüber hinaus bietet das neue Messprinzip Vorteile gegenüber den etablierten Verfahren, wie Ultraschall- oder Laserdistanzmessung. Dazu zählt besonders die weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, wie Verschmutzung, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Die beteiligten Kooperationspartner sind in der Entwicklung und Anwendung von Robotersystemen für die Umwelttechnik tätig.

Am LaROS forschen derzeit etwa 15 studentische Mitarbeiter der Fachrichtung Elektrotechnik in den Schwerpunktthemen Radarbildgebung, Prüfverfahren für die Automobilindustrie und dem berührungslosen Monitoring von Vitalparametern im Bereich der Medizin. Eine weitere Doktorandenstelle wurde nun durch das Projekt AcRain geschaffen. Mit diesem Schritt sichert sich die Forschungsgruppe zusätzliche Kompetenzen im Bereich industrieller Anwendungen und stärkt die Vernetzung zwischen Hochschule und kooperierenden Unternehmen.

Promovend: Simon Müller, betreuender Professor an der Hochschule Trier: Professor Dr. Andreas Diewald

Korrelative Messtechnik im mikroskopischen Bereich unter Weltraumbedingungen

Das Forschungsprojekt "Korrelative Messtechnik im mikroskopischen Bereich unter Weltraumbedingungen" wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des Programmes "InnoProm" gefördert.

Ziel der Untersuchungen ist es, 3D-Scans unter Weltraumbedingungen durchzuführen und die Ergebnisse zu validieren. Zum einen soll die genaue Temperaturausdehnung von Satellitenbauteilen innerhalb der Vakuumkammer bestimmt werden. Zum anderen sollen in einem ersten Schritt die Gesamtverformung und die Temperaturfeldausdehnung homogener Einzelteile abgebildet und gemessen werden. Hierzu ist ein geeignetes Messsystem zur Darstellung von Verformungen im Mikrometerbereich zu entwickeln und zu validieren. Zur Umsetzung kooperiert der Umwelt-Campus mit dem rheinland-pfälzischen Unternehmen JUST Vakuum Technik aus Landstuhl, das sich mit dem Bau von Weltraumsimulationskammern beschäftigt, also Thermal-Vakuumkammern welche neben dem Vakuum die im Weltraum vorherrschenden Temperaturen (im Bereich von ca. -175 bis +200°C) nachbilden können. In einem ersten Schritt wird am Umwelt-Campus ein kleiner Versuchsaufbau entworfen und mit den zur Verfügung stehenden 3D Scansystemen Untersuchungen durchgeführt. Zur Erzeugung von Weltraumbedingungen (Vakuum, Temperaturen) wird das Projekt von Prof. Trapp unterstützt. In einem nächsten Schritt werden die gewonnen Kenntnisse auf eine Thermal-Vakuumkammer der Firma Just übertragen und daran Messungen durchgeführt.

Promovend: Mats Bremer, betreuender Professor an der Hochschule Trier: Professor Dr. Michael Wahl

EU-Projekte in der Förderlinie "Interreg North-West Europe"

Greenhouses to Reduce CO2 on Roofs (GROOF)
Gruppenbild des Projektteams "Groof"

Die Idee von GROOF ist es, durch eine intelligente Kombination von Gebäude und Gewächshaus (sogenannte Dachgewächshäuser [integrated rooftop greenhouse, IRG]) die CO2e-Emissionen im Gewächshausanbau in Nordwesteuropa zu senken, da angenommen wird, dass IRG‘s bei entsprechender Planung einen geringeren Heizwärmebedarf haben als die konventionelle Gewächshausproduktion. Konkret könnte durch die Kombination von Gebäude und Gewächshaus die Transmissionswärme aus der obersten Geschossdecke sowie Abwärmepotenziale des Gebäudes zur Beheizung des Gewächshauses beitragen. Als Synergieeffekt könnte zudem die Abluft aus dem Gebäude auch zur CO2-Düngung der Pflanzen dienen. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Rahmenbedingungen (Gebäude, Gewächshaus und -ausstattung) sollen die möglichen Primärenergieeinsparungen im Gewächshausanbau getestet, aufgezeigt und das daraus resultierende CO2e-Minderungspotezial dargestellt werden. Durch die lokale, verbrauchernahe Produktion entfallen zudem Lebensmitteltransporte mittels Lastkraftwagen, was ebenfalls einen Beitrag zur CO2e-Minderung leistet.

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Low carbon off-grid communities (LOGiC)

In drei Pilotprojekten

  • VG Birkenfeld (DE)
  • Orkney (GB)
  • Texel (NL)

werden dezentrale Energieversorgungssysteme auf der Basis von regenerativen Technologien (Photovoltaik, Wind, Gezeitenströmung) und Speichern demonstriert. Hierbei werden auch systeminhärente Speicher aus Lastverschiebungspotenzialen untersucht. Aus den Erfahrungen bei den Pilotinstallationen soll eine Blaupause zur weiteren Verbreitung ähnlicher Systeme innerhalb Nordwest-Europas entwickelt werden.

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EU-Projekte in der Förderlinie "Auf- und Ausbau von technologieorientierten Kompetenzfeldern"

Ressourceneffizientes Rapid Prototyping (RERAP)

Unter der Leitung von Prof. Dr. te Heesen wird das Projekt "RERAP - Ressourceneffizientes Rapid Prototyping" mehrere lokale, hauptsächlich metallverarbeitende Unternehmen aus der Region Hunsrück-Hochwald zusammenbringen. Der Schwerpunkt des Projekts wird in der wissenschaftlichen Untersuchung und dem Kompetenzaufbau zur Energie- und Ressourceneffizienz durch generative Fertigungsverfahren (3D-Druck) liegen. Hierbei werden innovative Produktionstechniken des gesamten Herstellungsprozesses von der Idee bis zum fertigen Bauteil durch die Hochschule Trier untersucht.

Das Projekt wird seit November 2018 durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Ziels "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" (IWB) gefördert.

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