Studiengänge Bauingenieurwesen Bachelor Master

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Standardverweise

Masterstudiengang M.Eng.

Master of Engineering (M.Eng.)
mit der Zugangsberechtigung zu den Laufbahnen des höheren Dienstes

- seit dem SS 2009 im Studienangebot -

1. Ziele und Leitidee des Studiengangs:

Der Master-Studiengang hat das allgemeine Ziel, den Studierenden einen zweiten, höherwertigen berufsqualifizierenden Abschluss im Fachgebiet Bauingenieurwesen zu ermöglichen, der dann dieselben Berechtigungen verleiht wie das bisherige Diplom an einer Universität, insbesondere zur Promotion und für die Laufbahnen des höheren Dienstes.
Der Master-Studiengang schließt sich konsekutiv an den  7-semestrigen Bachelor-Studiengang oder einen als gleichwertig anerkannten Diplom-Studiengang an. Dazwischen kann auch eine Phase der Berufstätigkeit liegen.
Das Profil dieses Master-Studiengangs Bauingenieurwesen ist „stärker anwendungsorientiert“. Entsprechend hat die Ausbildung das Ziel, aktuell vorhandenes Wissen zu lehren und die Fähigkeit zu vermitteln, dieses auf bekannte und neue Probleme anzuwenden. Die Lehrenden verfügen neben ihrer wissenschaftlichen Qualifikation über einschlägige Erfahrung in der berufspraktischen, außeruniversitären Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden. Die in der Lehre behandelten Projektarbeiten und Fallstudien, die intensiven Kontakte und Kooperationen mit der Bauwirtschaft durch die Lehrenden flankieren diese Anwendungsorientierung.
Folgerichtig soll nach erfolgreichem Abschluss der Titel "Master of Engineering" (M.Eng.) verliehen werden, analog dem "Bachelor of Engineering" (B.Eng.), mit dem die erste Berufsqualifikation als Bauingenieurin/Bauingenieur an der Fachhochschule Trier erworben wird.
Absolventinnen und Absolventen des Master-Studiengangs an der Fachhochschule Trier verfügen über berufspraktische Erfahrungen, die durch ein Vorpraktikum im Bachelor-Studiengang und im Regelfall durch ein Praxissemester im Bachelorstudium erworben worden sind. Möglich ist auch, das Praxissemester durch eine berufspraktische Phase zwischen Bachelor- und Master-Studiengang zu ersetzen.
Während der Bachelor-Studiengang auf eine solide und breit angelegte Basisausbildung mit relativ wenigen Wahlmöglichkeiten ausgerichtet ist, sind beim Master-Studiengang die Module von vornherein nach vier unterschiedlichen Studienschwerpunkten geordnet:

• Baubetrieb,
• konstruktiver Ingenieurbau,
• Verkehrswesen,
• Wasserwesen.

Neben allgemeinen Fächern, die den Erwerb der nötigen instrumentalen, systemischen und kommunikativen Kompetenzen der Master-Absolventinnen und –Absolventen gewährleisten sollen, sind die Pflichtmodule nach Studienschwerpunkten festgelegt. In jedem der vier Bereiche ist überdies rund ein Fünftel der erforderlichen Kreditpunkte (ECTS) durch Wahlpflichtfächer zu erreichen, wodurch ausreichende Möglichkeiten zu einer Vertiefung in selbst gewählten Interessensgebieten gegeben sind.
Der Master-Abschluss bescheinigt den Absolventinnen und Absolventen ein Wissen und Verstehen, das auf der Bachelor-Ebene aufbaut und dieses wesentlich erweitert und vertieft. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über ein breites, detailliertes und kritisches Verständnis auf dem neuesten Stand des Wissens in einem oder mehreren Spezialbereichen. Somit ist die Grundlage für die Entwicklung und/oder Anwendung eigenständiger Ideen gegeben. Entsprechend ist von den Master-Absolventinnen und Absolventen zu erwarten, dass sie in der Lage sind, nach Einarbeitung umfassende Tätigkeiten selbständig und eigenverantwort-lich auszuführen wie beispielsweise:
Leiten, Überwachen und Durchführen komplizierter und umfangreicher technischer Aufgaben,

  • Entwerfen und Berechnen komplizierter Bauaufgaben sowie Anfertigen von kom-plizierten Objektplänen,
  • Leiten, Überwachen und Durchführen aller Aufgaben der Angebotsbearbeitung,
  • Selbständiges Leiten und Überwachen von Bauausführungen,
  • Rechnungswesen, Führen von Verhandlungen mit Auftraggebern und Auftrag-nehmern, einschließlich Schließen von Verträgen,
  • Übernahme übergeordneter Führungsaufgaben – auch im interdisziplinären Team.

2. Integration der Studienziele in das Gesamtprofil der Hochschule und in das Profil des Fachbereichs

An der Fachhochschule Trier werden Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gestaltung angeboten. Der Studiengang Bauingenieurwesen gehört zum Bereich Technik, der an der Fachhochschule Trier mit zwei von insgesamt fünf Fachbereichen vertreten ist. Im Technikfachbereich BLV werden mit den Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Lebensmitteltechnik und Versorgungstechnik die originären Bedürfnisse des Menschen berührt: Essen, Wohnen und Versorgung.
Die Fachhochschule Trier ist bestrebt, durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen neue und attraktive Ausbildungsangebote zu schaffen, die eine zeitgemäße Ausbildung mit verbessertem Zuschnitt von modernen Lehr- und Ausbildungszielen mit internationaler Ausrichtung ermöglichen. Damit liefert die Fachhochschule Trier ihren Beitrag zur Umsetzung der gemeinsamen Erklärung der Europäischen Bildungsminister vom 19. Juni 1999 in Bologna mit dem Titel „Der Europäische Hochschulraum“.
Der neue Master-Studiengang Bauingenieurwesen führt nach der Akkreditierung des entsprechenden Bachelor-Studiengangs diese Bestrebungen der Fachhochschule Trier weiter und reiht sich ein in die konsekutiven Ausbildungsgänge der beiden anderen Fachrichtungen innerhalb des gemeinsamen Fachbereiches BLV. Der neue Master-Studiengang Bauingenieurwesen bietet überdies eine Reihe wesentlicher Vorteile, wobei die folgenden besonders augenfällig sind:
• durch Modularisierung klar gegliederter und allseits kompatibler Studienablauf
• durch Schwerpunktlegung Anpassung an die Interessen der Studierenden
• Erwerb der Berechtigungen eines bisherigen Universitätsdiploms (direkter Zugang zur Promotion und zu den Laufbahnen des höheren Dienstes)
• internationale Kompatibilität von Abschlüssen sowie von Studien- und Prüfungsleistungen

3. Einbeziehung der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion in die Studienziele

Im Baubereich verändert sich der Wissensstand einerseits durch technologische Weiterentwicklungen auf der Produkt-, Maschinen- und Verfahrensseite, andererseits durch Erkenntnisse der Grundlagen- und der angewandten Forschung. Daraus resultiert eine ständige Überarbeitung, Veränderung und Ausweitung des in der Literatur, in Normen, Richtlinien und Zulassungen festgeschriebenen Standes der Wissenschaft und Technik.
Wegen der dynamischen und expansiven Weiterentwicklung besteht die Gefahr, dass erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten rasch veralten und wertlos werden. Daher haben in den geplanten Curricula grundlegende, zeitinvariante Inhalte und die Vermittlung methodischer Kenntnisse Vorrang vor aktuellem Spezialwissen, ohne dieses allerdings außer Acht zu lassen. Aus dem gleichen Grund ist die Vermittlung der Fähigkeit zur selbstständigen Weiterbildung unverzichtbar.
Eine weitere Folge der technologischen Dynamik ist die Erfordernis, die Lehrinhalte ständig zu überprüfen und zu aktualisieren. Die Studien- und Prüfungsordnungen basieren auf der Akkumulation von Kreditpunkten (ECTS) und erlauben es daher, das Angebot an Modulen und deren Inhalte flexibel an die Weiterentwicklung des Wissensstandes im Bauingenieurwesen anzupassen.

4. Bezug der Studienziele zu den Erwartungen und Erfordernissen des Arbeitsmarktes:

Eine Umfrage unter Vertretern namhafter Bauunternehmen in der Zeitschrift "Karriereführer Bauingenieure", 11. Jahrgang 2003/2004, herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., ergab die einhellige Ansicht, dass die in einem Bauingenieurstudium erworbene solide Fachkompetenz wesentliche Eingangsvoraussetzung für die berufliche Karriere ist. Daneben wird auf die Bedeutung weiterer Fähigkeiten hingewiesen:
• "soft skills" wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit sowie Führungsfähigkeit
• solide EDV-Kenntnisse
• praktische Vorkenntnisse
• Fremdsprachenkenntnisse (vorzugsweise Englisch)
• Bereitschaft zur Fortbildung
An dieser Zusammenstellung wird deutlich, dass der Erfolg im späteren Berufsleben wesentlich von einer ausgewiesenen soliden Fachkompetenz, jedoch auch stark von der individuellen Persönlichkeit abhängt. Die so genannten "soft skills" werden innerhalb der Bauingenieurausbildung durch Projekt- und Gruppenübungen gefördert.
Ausdrücklich in der Fachausbildung enthalten ist ein Pflichtmodul Präsentationstechnik/Rhetorik, das für alle vier Studienschwerpunkte verpflichtend ist und der im späteren Berufsleben notwendigen Anforderung Rechnung trägt, Arbeitsergebnisse angemessen vortragen zu können. Zur allgemeinen theoretischen Vertiefung gehört Mathematik ebenso in das obli-gatorische Pflichtmodulprogramm des Master-Studiengangs wie die Veranstaltung Finite  Elemente. Daran reihen sich dann die fachspezifischen Pflicht- und Wahlpflichtmodule, die den Ausbildungsstand gegenüber dem Bachelor verbreitern bzw. vertiefen.
Während der Bachelor zukünftig der Regelabschluss der Hochschulausbildung sein soll (Beschluss der KMK vom 10.10.2003), steht der Master für zusätzliche Qualifikationen, die Voraussetzung sind für entsprechend anspruchsvollere Aufgaben in der Sachbearbeitung oder Personalführung. Zu diesen Zusatzqualifikationen zählt - nicht zuletzt - auch die Berufspraxis, die Master-Absolventinnen und –Absolventen durch das praxisorientierte Studienangebot und in der Regel durch ein obligatorisches praktisches Studiensemester oder eine qualifizierte Praxistätigkeit nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium erworben haben.
Die quantitativen Erwartungen des Arbeitsmarktes im Bauingenieurwesen werden in aktuellen Prognosen allgemein vielversprechend beurteilt. Dies liegt einerseits an den geringen Studierenden- und Absolventinnen- bzw. Absolventenzahlen der vergangenen Jahre, andererseits an dem anstehenden demografischen Wandel, der schon seit dem Jahr 2006 dazu führt, dass die Anzahl der infolge Altersabgängen jährlich freiwerdenden Stellen über der Zahl der jährlichen Absolventinnen und Absolventen liegt. Als Folge rechnet die Bauindustrie in naher Zukunft fest mit einem Bauingenieurmangel (siehe hierzu z. B. www.bauindustrie.de).

5. Internationale Ausrichtung des Studiengangs

Der Master-Studiengang bietet durch seine Modularisierung ideale Voraussetzungen für die internationale Zusammenarbeit, die weiter vertieft werden soll und dabei aufbaut auf den bereits seit mehreren Jahren bestehenden Partnerschaften mit der räumlich nahegelegenen Universität Luxemburg, Campus Kirchberg, (siehe http://www.uni.lu/), der südenglischen University of Portsmouth, Department of Civil Engineering (siehe www.civil.port.ac.uk), der US-amerikanischen Clemson University, South Carolina (siehe www.clemson.edu) und der chinesischen University of Science and Technology (ZUST) (siehe http://www.zust.edu.cn/english).
Als Beleg für die bereits in der Vergangenheit gut funktionierenden Partnerschaften sei beispielhaft darauf verwiesen, dass derzeit ein Professor der Fachrichtung Bauingenieurwesen der Fachhochschule Trier Lehraufträge an der Universität Luxemburg wahrnimmt und eine Gastprofessur an der University of Portsmouth inne hat. In Kooperation mit den genannten Partnerhochschulen wurden bereits mehrfach Diplomarbeiten vergeben. Dies soll mit Einführung des beantragten Master-Studiengangs fortgeführt und intensiviert werden. Damit wird in noch stärkerem Umfang eine internationale Ausrichtung der Abschlussarbeit (Master-Thesis) ermöglicht.
Die räumliche Nähe zu Luxemburg erleichtert einen Studierenden- und Dozentinnen- bzw. Dozentenaustausch mit Luxemburg. Zur internationalen Ausrichtung von Studiengängen bietet die Fachhochschule Trier als einzige Hochschule des Landes Rheinland-Pfalz eine LEONARDO-Kontaktstelle, die Auslandspraktika vermittelt, transnationale Pilotprojekte und thematische Aktionen zur Entwicklung von innovativen Produkten, Materialien, Methoden und Ansätzen in der Berufsbildung initiiert.
Ferner wird den Studierenden Information und Beratung hinsichtlich Studienmöglichkeiten, Sprachkursen (incl. TOEFL-Test), finanzieller Unterstützung usw. durch den Auslandsbeauftragten der Fachrichtung Bauingenieurwesen sowie das akademische Auslandsamt angeboten.

WebAdmin, 15. März 2017

Fachrichtungsleitung

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterProf. Dr.-Ing. Hans-Gerd Schoen

 +49(651) 8103-283
fx:+49(651) 8103-507

 H-G.Schoen[at]hochschule-trier.de

Gebäude C, Raum 318

Anfrage an die Fachrichtung Bauingenieurwesen

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