Fachbereich BLV
Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik

Projekt 01

Ausarbeitung eines Konzeptes zur Reinigung der Sickerwässer an der Sonder

Auftraggeber: GBS Rheinland-Pfalz

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Sonderabfalldeponie Gerolsheim war zum Schutz des Untergrundes und des abfließenden Grundwassers eine vollständige unterirdische Kapselung durch Dichtwände und eine zusätzliche Oberflächenabdichtung vorgesehen. In einem ersten Bauabschnitt wurde der Nordteil der Dichtwand erstellt. In einemzweiten Bauabschnitt wurde 1987 auch der Westbereich des Deponiekörpers mit einer Dichtwand gegen das Grundwasser abgeriegelt. Im Spätjahr 1988 begannen die Arbeiten des dritten Bauabschnittes. Die erstellten Dichtwände binden in den tertiären Schluffhorizont ein. Unmittelbar an der SAD schließt sich die Hausabfalldeponie Heßheim an. Diese wurde 1987 ebenfalls mit Dichtwänden, die in den quartären Schluffhorizont einbinden, umgeben. Nach Beendigung des dritten Bauabschnittes ist die Sonderabfalldeponie somit im Norden, Westen und Osten im tertiären Horizont und die gesamte Haushaltsabfalldeponie im quartären Schluffhorizont abgeriegelt. Die südliche Dichtwand als Trennung von Haus und Sonderabfalldeponie sollte noch folgen.

Innerhalb dieses künstlich geschaffenen Dichtungstopfes wurde der Wasserspiegel um ca 20-40 cm im Vergleich zum unbeeinflußten Grundwasserspiegel abgesenkt. Dies bedingte eine intensivierte Sickerwasserfassung und Entsorgung. Bei Grundwasseruntersuchungen des 2. Aquifers sind unter anderem anorganische Verunreinigungen, sowie leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe festgestellt worden. Sobald die Einkapselung der Deponie vollständig erstellt war, konnte mit wesentlich stärker kontaminierten Wässern zu rechnen sein. Im Rahmen dieser Studie sollte ein Konzept zur Entsorgung dieser kontaminierten Wässer erstellt werden, das sowohl die Sanierung als auch die weitere Entwicklung der Verschmutzungsparameter berücksichtigt und den neuesten Stand der Sickerwasserreinigungstechnologie wiedergibt.

Norberth Kloos, January 23, 2012